2005 Popcorn Poets

Nach der Auflösung von Break Even war ich einige Zeit wild entschlossen eine oder mehrere Bands zu suchen. Eine Station dabei waren die Popcorn Poets. Meine Mitgliedschaft in dieser Band dauerte ca. 3 Wochen und verlief folgendermassen.

Kontaktaufnahme via Internet und Telefon, Band sucht Bassist, ich bin da. Wir trafen uns dann in Frankfurt in der Bandschmiede, einer Musikschule deren Betreiber Peddy einer der Sänger war. Dort spielten wir ein paar Songs an und am Ende war ich ohne große Diskussion Teil der Band. Große Pläne wurden gemacht, als erstes eine CD produzieren und dann vor allem über die vielen Kontakte durch die Bandschmiede viele Konzerte spielen.

Der größte Teil der CD war schon fertig, nur der Bass fehlte noch. Also traf ich mich wenige Tage später mit einem der Jungs (Christian) um für einen Track einen Bass einzuspielen, die technischen Möglichkeiten waren in der Bandschmiede vorhanden. Ich ließ Basspod und Bass dort stehen in Erwartung einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Dann wurden ein paar Proben hintereinander abgesagt, bis ich endlich wieder jemanden der Jungs an die Strippe bekam, der mir mitteilte, dass sie eigentlich doch noch einen weiteren Kandidaten hatten, den sie mir den Vorzug gegeben hatten. Er war drin, ich war raus. Gründe dafür gab es keine echten, es hätte halt besser gepasst.

Richtig erklären konnte ich mir das nicht, ich hatte das Gefühl dass es menschlich eigentlich nicht verkehrt war, wenn überhaupt könnte ich mir vorwerfen lassen, dass ich auf der aufnahme eher (zu) viel gespielt habe, aber darüber hätte man doch mit mir reden können.

Ich musste dann ein paar Tage später noch meinen Bass abholen, die Begegnung mit Peddy war eher kühl. „Ich sag am besten einfach nichts“ so seine Aussage. Tja, dann war es halt so.

Ein paar Monate später ging ich zur CD-Release-Party in den Sinkkasten und hörte mir das Konzert an. Meinem Nachfolger, einem US-Amerikaner, kann man nichts nachsagen, die Qualität hat wirklich gestimmt. Geredet habe ich mit den Jungs nicht mehr.

Epilog

Ca. ein Jahr später lass ich auf irgendeiner der Kleinanzeigen-Webseiten, dass die Popcorn-Poets einen Bassisten suchen. Schadenfreude made my day! Erneut bewerben wollte ich mich dann aber doch nicht. Ersatz war irgendwann auch gefunden, allerdings hielt sich die Konzert-Quantität stark im Rahmen, wie gelegentliche Besuche der Webseite zeigten.

Noch etwas später schien Christian, der Gitarrist, nach Hamburg verzogen zu sein, die Popcorn-Poets bestanden dann laut Webseite nur noch aus ihm und Peddy (wie auch immer das funktionierte) und mein letzter Besuch der Webseite von gerade eben ergab die letzte News von 2010. Klingt nach einem schleichenden Tod, was ja leider bei vielen Bands der Fall ist.

Die Musik gefällt mir aber immer noch gut und auch aus diesem Grunde habe ich diesen Eintrag geschrieben.