1995 – 1996 fallout

Zu fallout stiess ich in 1995, die Band bestand aus zwei ehemaligen Mitschülern eines Freundes von mir.

Im vornehmen Kronberg probten wir in einem wahren Rattenloch, ein Mini-Proberaum, in dem es so heiß war, dass wir meistens oben ohne spielten. Dazu war in der Regel nur eine kleine grüne Lampe an, um uns die richtige Stimmung zu versetzen, welche aus immer das war.
Rene der eigentlich Kunst studierte war der kreative Kopf, zumindest was die Musik anging. Beim Texten war er allerdings ziemlich faul, so dass viele von den Songs gerade mal auf eine Strophe kam, die dann beliebig wiederholt werden konnte.
Siehe auch unten in Big Mac, dort variiert er die dritte Wiederholung der einzelnen Strophe mit den Worten „I told you already“ 😀
Der Refrain beschränkte sich fast immer auf eine Zeile mit ein paar „yeahs“ dazwischen.
Außerdem schienen einige der Textzeilen auch geklaut zu sein, Jahre später hörte ich Radio mir aus fallout-Songs bekannte Textzeilen.

Zum eher zufällig gewählten Namen erfanden wir dann auch unseren selbst gewählten Musikstil Atom Punk. Auch wenn wir außerordentlich schicke siebgedruckte Plakate mit dem Atom-Zeichen besassen, fehlte in der Band jemand der sich um Booking etc. kümmern, auch zur Aufnahme eines richtigen Demos brachten wir es leider nicht.
Immerhin schafften wir es in den zwei Jahren auf drei ganze Gigs, von denen einer in annehmbarer Qualität mitgeschnitten wurde und aus dem folgende Songs erhalten blieben:

Deep Blue Sky, mein persönlicher Favorit, der höchstens an dem mir aufoktroyiertem Backgroundgesang krankt.
Fed Up To The Backteeth, eins der ersten Stücke, das ziemlich gut die atomare Energie rüberbrachte
Big Mac, „ein geiler Bossa Nova“, wie Rene (leider) in den Anfang reinblökt, der sich textlich mit einer McDo-Sucht auseinandersetzt.
Please Me, der Beat wie wir den Song normalerweise nannten

Ende 96 ging Rene für ein Auslandsjahr nach England, dadurch wurde die Band in stillschweigendem Einvernehmnis aufgelöst.