1989 Cemetary

Zu Weihnachten 88 bekam ich das alte Schlagzeug von meinem Cousin geschenkt. Ich nam auch relativ bald Unterricht, allerdings beschränkt sich dieser in der klassischen Schule zunächst auf die kleine Trommel, so dass es mit meinen Trommel-Künsten nicht besonders weit her war als Leo und ich in den Osterferien 89 unsere erste Band gründeten.
Der Kellerraum der Lutherkirche in dem mein Set stand, erschien mir zu klein, deswegen zogen wir um in einen Keller vier Räume weiter, der eigentlich eher in den Bereich des anderen Pfarramts gehörte. Dort ließen wir uns nach einigen Umräummassnahmen häuslich nieder und begannen damit an unserem musikalischen Werken zu feilen. Dummerweise während eines Gottesdienst, so dass wir nach wenigen Stunden vom 2. Pfarrer verjagt wurden.
Wir zogen einen Raum weiter wo wir erstmal ziemlich viel Arbeit damit hatten Gerümpel von A nach B zu verschieben. Dort nahmen wir unsere musikalischen Gehversuche wieder auf, allerdings war der Effekt der selbe. Die 10m weiter links nützen nicht wirklich viel, so dass auch hier der 2. Pfarrer intervenierte.
Zähneknirschend zogen wir erneut um und befanden uns jetzt wieder im Raum in dem meine Schlagzeug ursprünglich gestanden hatte wo wir auf dem etwas engeren Raum eigentlich genauso gut zu Recht kamen.
Unseren Ärger richteten wir kreativ auf besagten Pfarrer, so dass der eine oder andere „Hate-Song“ dabei rauskam:
We don’t need your education, we don’t need you, Mr. H.
Auch in der Besetzung waren wir recht kreativ, wir hatten biszu vier Gitarristen (Leo,Jan,Tobi,Rafael) in wechselnder Zusammenstellung, natürlich keinen Bassisten, aber immerhin einen Sänger (Holger) mit dem wir einen ganzen Song der auch Text hatte kreierten: „Rolling Thunder“.
Da das ganze natürlich im Heavy Metal anzusiedeln war, gaben wir uns auch den morbiden Namen „Cemetary“.

Es gab auch Aufnahmen aus der Zeit auf denen sowohl oben genanntes Pink-Floyd-Cover mit neuem Text, das halbwegs ausgereifte „Rolling Thunder“ sowie die wunderbare Gegebenheit wie mein Basss-Drum-Fell platze verewigt wurden, leider liegen mir diese nicht vor.

Die Band ging irgendwann in Solution über, dies wird Inhalt des nächsten Beitrages sein.

PS: im Endeffekt zog ich übrigens nach einigen Monaten erneut in den 2. Raum um, die glorreiche Idee einfach nicht während eines Gottesdienstes zu proben ebnete den Weg dafür.

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1989: The RAPublic

The RAPublic war eins der wenigen zahlreichen 2-Mann-Projekte, das immerhin einen echten Gig hatte, als Vorgruppe meiner damaligen „richtigen“ Band Solution.
Mit mir an den Keys, Drumcomputer und Christos als Rapper performten wir damals unseren einzigen Song „What A Man“. Leider wurde dieser nie auf Band verwewigt..
Allerdings aufgenommen haben wir den unbekannten zweiten (und letzten) Song:
Shut Up

Ich weiss nicht mehr woher, aber ich hatte kurze Zeit einen 4-Spur-Cassettenrecorder zur Verfügung. Im ersten Schritt nahm ich Drumcomputer + Keyboard-Bass auf, im zweiten folgenden die Harmonie-Keys (beides DX-21) und anschließend rappte Chris auf die dritte Spur.
Ziemlich stolz bin ich nach wie vor auf die Drums inklusive Percussion-Solo für die ich mir auf dem nicht gerade User-freundlichen Alesis HR-16 wirklich ’nen Wolf programmiert habe.
Generell hervorzuheben neben dem tollen Bandnamen ist die in den Songs verwende Sprache. Was auf den ersten Blick vielleicht wie Englisch klingt, ist es mitnichten mangels Beherschung der selbigen Sprache. Tatsächlich ist es eine Mischung aus einigen englischen Phrasen mit vielen Fanatasie-Wörtern. Dafür muss man Chris Talent bescheinigen.
Außerdem übergeblieben aus dieser schönen Zeit ist folgendes Selbstauslöser-Foto.

The RAPublic

The RAPublic 1989

1989 war On

1988 bis ca. 1999 habe ich sehr viele Tracks mit Simon „produziert“
Die zweitältesten erhaltenen Stücke sind aus dem Jahr 1989. Hin- und hergerissen zwischen House, Disco und Hip-Hop experimentieren wir mit den immergleichen Riffs, je nach Stilrichtung unterlegt mit verschiedenen Beats.
In äußerst kreativer Anlehnung an Sven Väths Projekt OFF nannten wir uns On.

Programmiert wurde das ganze – wenn ich mich richtig erinnere – noch mit einem Amiga. Da uns kein Sampler zur Verfügung stellen sind alle Samples mit einem 4-Spur-Recorder dazugemischt worden. Dies erklärt auch das mangelnde Timing der eingespielten Samples. Es war uns schlicht nicht möglich Geschwindigkeiten anzupassen. Die schlechte Qualität ist außerdem auch der Tatsache geschuldet, dass die Tracks nach Fertigstellung auf irgendeine 100fach benutze Casette überspielt wurden, dann mehrere Jahre in diversen Autos und Wohnungen rumlagen, bis ich es Anfang des 20. Jahrhunderts mal geschafft habe alles zu digitalisieren und so für die Nachwelt zu retten.

Glücklicherweise sind folgende zwei Variationen des o.g. Riffs erhalten:

On House
und
Let It Beat

Grüße an MC Noogy, der nach diesem Projekt feststellen musste, dass Hautfarbe alleine noch keinen Rapper macht.

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