1988: Display 6

22. März 2012

Ganz genau erinnere ich mich nicht mehr daran, aber offensichtlich gab es noch eine zweite Gelegenheit bei der ich mit Simon bei meinen Eltern im Esszimmer saß und Musik machte, so wie es klingt hatte Simon auch seinen Atari dabei. Offensichtlich war auch Christos dabei, der Sprechgesang in Reinkultur betrieb.
Den Hook aus dem Vorspiel oder was das sein soll habe ich später bei Solution recyclet und der “Main-Riff” ist natürlich geklaut, woher weiss ich nicht mehr
Und was zum Teufel soll der Satz am Ende?

Display 6

1994 Namenloses Hip-Hop-Projekt #2

20. März 2012

Ich habe schon über dieses Projekt berichtet, insgesamt gab es 4 Songs die wir aufgenommen haben. Die Song Nr. 3+4 wurden auf eine Kassette gemastert, die dann in Simons Auto verloren ging. Klingt komisch, ist auch komisch, aber wahr. Dazu muss man sagen, dass Simons Karre von der Tendenz her ein paar Eigenheiten hatte, u.a. lag noch zwei Jahre nachdem er aufgehört hatte zu rauchen ein Päckchen Marlboros auf der Hutablage,  zeitweise hatte er eine Ameisenkolonie im Kofferraum.
Wie auch immer – ich  hielt ich diese Aufnahmen für verloren, bis irgendwann mal eine Email kam, dass Simon die Kassette nicht nur wiedergefunden sondern sie sogar zu einem MP3 konvertiert hatte. Allerdings hatte das Tape die Zeit im Nirvana nicht unbeschadet überstanden, daher hörte man leider einen Teil von der Rückseite rückwärts mit im Song. Ich habe es aber geschafft mittels Spur-Selektierung den eigentlichen Song zu extrahieren, der dadurch nur noch Mono vorliegt, aber besser als nicht.

Inhaltlich orientiert er sich stark an einem Sampler namens “Rap gegen Rechts” den ich zu dieser Zeit hoch und runter hörte, die genannten Zahlen hatte ich von einer Bundestag-Werbung einer Partei (nicht sicher, aber ich glaube es war die PDS) gegen Ausländerfeindlichkeit.

Aber hört selbst: Jeder Mensch ist Ausländer – Auch Du

PS: Mein Favorit ist übrigens das Sample ganz am Ende, ich glaube aus dem “hässlichen Entlein”

Kinder

16. Dezember 2011

Schöner Spruch den ich gestern abend im Radio gehört habe:

Der Bassist von Muse hat fünf Kinder. Wenn man die alle ins Bett gebracht hat, schreibt man auch keine Songs mehr.

Irgendwie wahr!

1995 – 1996 fallout

02. November 2011

Zu fallout stiess ich in 1995, die Band bestand aus zwei ehemaligen Mitschülern eines Freundes von mir.

Im vornehmen Kronberg probten wir in einem wahren Rattenloch, ein Mini-Proberaum, in dem es so heiß war, dass wir meistens oben ohne spielten. Dazu war in der Regel nur eine kleine grüne Lampe an, um uns die richtige Stimmung zu versetzen, welche aus immer das war.
Rene der eigentlich Kunst studierte war der kreative Kopf, zumindest was die Musik anging. Beim Texten war er allerdings ziemlich faul, so dass viele von den Songs gerade mal auf eine Strophe kam, die dann beliebig wiederholt werden konnte.
Siehe auch unten in Big Mac, dort variiert er die dritte Wiederholung der einzelnen Strophe mit den Worten “I told you already” :D
Der Refrain beschränkte sich fast immer auf eine Zeile mit ein paar “yeahs” dazwischen.
Außerdem schienen einige der Textzeilen auch geklaut zu sein, Jahre später hörte ich Radio mir aus fallout-Songs bekannte Textzeilen.

Zum eher zufällig gewählten Namen erfanden wir dann auch unseren selbst gewählten Musikstil Atom Punk. Auch wenn wir außerordentlich schicke siebgedruckte Plakate mit dem Atom-Zeichen besassen, fehlte in der Band jemand der sich um Booking etc. kümmern, auch zur Aufnahme eines richtigen Demos brachten wir es leider nicht.
Immerhin schafften wir es in den zwei Jahren auf drei ganze Gigs, von denen einer in annehmbarer Qualität mitgeschnitten wurde und aus dem folgende Songs erhalten blieben:

Deep Blue Sky, mein persönlicher Favorit, der höchstens an dem mir aufoktroyiertem Backgroundgesang krankt.
Fed Up To The Backteeth, eins der ersten Stücke, das ziemlich gut die atomare Energie rüberbrachte
Big Mac, “ein geiler Bossa Nova”, wie Rene (leider) in den Anfang reinblökt, der sich textlich mit einer McDo-Sucht auseinandersetzt.
Please Me, der Beat wie wir den Song normalerweise nannten

Ende 96 ging Rene für ein Auslandsjahr nach England, dadurch wurde die Band in stillschweigendem Einvernehmnis aufgelöst.

1991 Solution

27. Oktober 2011

1990 fuhr ich mit drei der vier Gitarristen von Cemetary zusammen für eine Woche nach Salzburg. Am letzten Abend saßen wir an einem Klavier und bauten aus einem Keyboard-Hook den ich mir mal ausgedacht hatte einen Song “Liebeslied”.
Daraus entstand die Idee einer Band in der ich Keyboard spielen sollte. Obwohl ich ja eigentlich mittlerweile Schlagzeuger war, hatte ich auch meine Synthi-Ausrüstung in Form eines überteuerten HR-16 Drumcomputers ausgebaut, und so war die Frage der Drums geklärt.
Wie genau die Entscheidungen aussahen, weiss ich nicht mehr, aber eines Tages existierte eine Band mit Leo und Jan an der Gitarre, mir am Keyboard und dem HR16 als Trommler-Ersatz.
Bei der Auswahl einer Sängerin standen vocalistische Fähigkeiten eher im Hintergrund und so wurde die Stelle bald mit Martina besetzt.
Wir konnten uns nicht einigen ob wir deutsch oder englisch singen wollten und so existierten Songs in beiden Sprachen. Auch der Bandname Solution war bald gefunden.

Wir hatten auch ein schönes Logo und einen Flyer mit dem wir uns für Auftritte beweren wollten, Motto “Wir spielen auch auf Deiner Party.

Wir spielen auch auf Deiner Party!


Sehr schön auch die von mir formulierte Beschreibung der Musik, zum Glück hatten wir keine wirklich anspruchsvollen Zuhörer ;)

Durch das Zusammenspiel von Synthesizerklängen und Hardrock-Gitarren in Verbindung mit einem Drum-Computer entsteht der unverwechselbare Sound von Solution der auch anspruchsvollen Zuhörern zusagt.

Auf einer Klassenfete hatten wir unseren ersten und einzigen Auftritt, supported durch The RAPublic.
Wir besassen keinen Mikroständer und mussten uns mit einem zusammengeklappten Notenständer behelfen, in den wir das Mirko reinklemmten und der mir tierisch peinlich war. Dafür hatte ich mir ein schickes Podest gebaut, auf dem ich leicht erhöht die zentrale Rolle, die sonst dem Schlagzeug zufällt, einnehmen konnte.
Vor Ende des Songs riss Leo eine Saite, seine Behauptung er könne den letzten Song auch mit 5 Saiten weiterspielen, widersprach, ich wusste sogar damals schon, dass sich das irgendwie negativ auf die Stimmung ausgewirkt hätte.
Also unterhielt ich das Publikum ca. 10 Minuten mit mehr oder weniger lustigen Sprüchen, während Leo panisch in der Gaderobe an seiner Gitarre rumfummelte. Am Ende konnten wir dann auch noch den letzten Song + Zugaben performen.
Persönliches Highlight des Konzerts für mich war, dass ich mit einem weiblichen Fan danach nach Hause gehen durfte. Naja, immerhin bis zur ihrer Haustür.

Im Anschluss an das Konzert wollten wir unsere Songs aufnehmen, wir nahmen live auf Kassette auf, es dauerte eine Weile bis wir es schaffen sämtliche Songs mehr oder weniger Fehlerfrei einzuspielen.
Ich erinnere mich noch wie Leo das Band ein paar Jungs in der Tanzschule gab die eine Band suchten, die uns mit Hinweisen auf den schlechten Beat und die noch schlechteren Texte eher belustig ablehnten.

Irgendwann wollte Urs als Drummer einsteigen. Ich war eigentlich froh, dass ich die Drumcomputer-Bedienung los war, allerdings war die Stimmung zwischen Urs und mir zu diesem Zeitpunkt nicht die Beste, was ehrlicherweise überwiegend daran lag, dass ich auf sein Schlagzeugspiel neidisch war.
Wie probten ein einziges Mal mit Schlagzeug und dann wurde die Band stillschweigend aufgelöst. Warum weiss keiner mehr.

Hier ein paar Auszüge unseres Repetoires:

Living For Illusion

Pirates, unsere Lieblingstextstelle: “The pirate has only one eye”

Liebeslied Dies ist das Stück dass wir in Salzburg kreierten. Jan weigerte sich eigentlich es zu singen, wir mussten ihn mit viel Überredungskunst dazu bringen, es doch zu tun.

Mr. H. Das einzige Lied das ich sang wurde schnell zum Kulthit. Ich hoffe der betroffene Herr nimmt es mir nicht übel.