1986 Unknown

1986 war ich elf Jahre alt und neben der Bravo las ich regelmässig ich das Schülermagazin Treff. In diesem waren gelegentlich Berichte über Schülerbands drin, die mit richtigen Instrumenten auf richtigen Bühnen richtige Songs spielten. Das wollte ich auch.
Leider hatte ich keine richtigen Instrumente und richtige Songs mussten noch geschrieben werden damit die richtigen Bühnen angegangen werden konnten.
Also gingen wir es an.
Mit der äußerst gewagten Besetzung von einem Paar Bongos und einem Glockenspiel setzte ich mich mit Christos vor den Kasettenrecorder und wir nahmen Songs auf, bis sich die Balken bogen oder sich die Eltern über die Lautstärke beschwerten.
Neben einem Song für den ich tatsächlich (auf Englisch!) einen Text schrieb und bei dem es eine richtige Melodie gab, gab es zusätzliche eine grosse Ansammlung von Gekloppe, Geschrei, Gesang in Fantasie-Englisch usw.
Auch einen Bandnamen hatten wir, aus „Name unbekannt“ wurde später „Unknown“
1988 bekam ich dann zur Konfirmation meinen ersten Synthie geschenkt, mit dem versuchten wir an die alten Erfolge anzuknüpfen, aber es war einfach nicht mehr das selbe.

Ich habe lange mit mir gehadert ob ich diese Meisterwerke der modernen Popmusik der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen soll, aber hier sind sie:

The Guitar plays for me

Und dann dieses Meisterwerk, das zusätzlich zum eigentlich Song noch eine Art Vorgeschichte hat, so ähnlich wie im Video zu Thriller. So ähnlich …

Friday, the 13th

Veröffentlicht unter 1986

1989 Pat C.B.

Als es in meiner Schulklasse bekannt wurde, dass ich ein Schlagzeug besaß ging des öfteren eine Gruppe in einer Freistunde die 400m zu mir nach Hause um ein bißchen zu jammen. Am Schlagzeug wurde ich dabei von Bülent verdrängt, dass dieser nur einen einzigen Groove spielen konnte fiel außer mir keinem auf. Aber ich hatte ja noch das Keyboard und war damit der einzige andere Musiker. Gelegentlich wurde noch ein bißchen auf Bongos rumgetrommelt oder „gesungen“. Hans, unser Sänger, hieß so ähnlich mit Nachnamen wie „Pixel“ daraus wurde dann der offizielle Name „Pixel and the Cool Boys“, was später dann zum coolen Akronym Pat C.B. abgekürzt wurde.

Es gibt auch ein Video aus der Zeit, dies ist aber im Moment noch indiziert.

Auf einem Klassenfest bei uns im Garten planten wir einen Aufritt, dafür holte ich sogar noch kurz Tobi in die Band, der ohne irgendwelche Töne zu kennen versuchte mitzuspielen. Aus irgend einem Grund klatsche aber nach den Songs keiner, noch nicht mal aus Höflichkeit, daraufhin wurde die Band im Anschluss stillschweigend aufgelöst.

2012-2015 Break Even Utd. (5/5)

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Und plötzlich war die Idee wieder da. Lass uns doch nochmal einen drauf setzen. Und dieses Mal so richtig, bei Rock@Church beim Ladenburger Altstadtfest.

Zunächst war nicht richtig klar, ist dass ein Revival oder eine Re-Union? Jedenfalls wollten wir nach dem Gig 2013 nicht mehr aufhören.

Nachdem wir den Proberaum von Daniels Band nicht mehr nutzen konnten, stellten wir mittels Jamhub auf Kopfhörer-Proben um und probten danach mit E-Set bei Christoph im Keller. Dadurch war es auch recht einfach mal einen neuen Song als Demo aufzunehmen. Der einzige neue eigene in dieser Schaffensperiode:

One In A Million (It never happened)

Da Daniel mittlerweile in Offenburg wohnte wurden die Proben rarer, wir pendelten uns eher auf einen Monats-Rhythmus ein, teilweise sogar statt Daniel nur mit Schlagzeug-Playback. Trotzdem konnten wir mehrere Konzerte (u.a. erneut bei Rock@Church) erfolgreich absolvieren.

Dann entschied sich Saskia für ein Jahr auf Weltreise zu gehen. Das hieß zwei Sachen: Abschiedskonzert und wie geht’s weiter?

Ein paar Überlegungen ohne sie weiterzumachen verliefen im Sande, aber beim Abschiedskonzert ließen wir es nochmal krachen. (Übrigens das einzige Konzert mit dieser Band bei dem meine Eltern anwesend waren)

Überlegungen mal wieder zu spielen gibt es immer mal wieder, aber meisstens bleibt es dabei. Doch dass das jetzt wirklich zu Ende ist, kann und will ich nicht versprechen. Wir werden sehen …

2008 Break Even Revival (4/5)

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Wer die Idee hatte weiß ich nicht mehr. Aber plötzlich war sie da. „Lass uns mal einen Gig spielen“. Proben konnten wir bei Daniels Band in Mannheim, einen Ort hatten wir mit Murphy’s Law auch gefunden.

Wir schafften es gerade mal zweimal zu proben, aber entweder waren wir noch nicht zu sehr raus oder hatten genug andere Übung, irgendwie lief es noch ziemlich gut.

Ich erinnere mich noch dran, wie beeindruckt unser persönlicher Fotograf davon war, dass ich es schaffte während des Soundchecks den riesigen Hamburger zu essen. Bevor er kalt wird …

Der Gig auf der winzigen Bühne war ein voller Erfolg, der Laden war richtig voll und die Stimmung kochte.

Trotzdem waren wir uns im Anschluss irgendwie einig, dass das Ganze eine einmalige Sache sei. Ein Vorsatz an den wir uns nicht gehalten haben.