2012-2015 Break Even Utd. (5/5)

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Und plötzlich war die Idee wieder da. Lass uns doch nochmal einen drauf setzen. Und dieses Mal so richtig, bei Rock@Church beim Ladenburger Altstadtfest.

Zunächst war nicht richtig klar, ist dass ein Revival oder eine Re-Union? Jedenfalls wollten wir nach dem Gig 2013 nicht mehr aufhören.

Nachdem wir den Proberaum von Daniels Band nicht mehr nutzen konnten, stellten wir mittels Jamhub auf Kopfhörer-Proben um und probten danach mit E-Set bei Christoph im Keller. Dadurch war es auch recht einfach mal einen neuen Song als Demo aufzunehmen. Der einzige neue eigene in dieser Schaffensperiode:

One In A Million (It never happened)

Da Daniel mittlerweile in Offenburg wohnte wurden die Proben rarer, wir pendelten uns eher auf einen Monats-Rhythmus ein, teilweise sogar statt Daniel nur mit Schlagzeug-Playback. Trotzdem konnten wir mehrere Konzerte (u.a. erneut bei Rock@Church) erfolgreich absolvieren.

Dann entschied sich Saskia für ein Jahr auf Weltreise zu gehen. Das hieß zwei Sachen: Abschiedskonzert und wie geht’s weiter?

Ein paar Überlegungen ohne sie weiterzumachen verliefen im Sande, aber beim Abschiedskonzert ließen wir es nochmal krachen. (Übrigens das einzige Konzert mit dieser Band bei dem meine Eltern anwesend waren)

Überlegungen mal wieder zu spielen gibt es immer mal wieder, aber meisstens bleibt es dabei. Doch dass das jetzt wirklich zu Ende ist, kann und will ich nicht versprechen. Wir werden sehen …

2008 Break Even Revival (4/5)

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Wer die Idee hatte weiß ich nicht mehr. Aber plötzlich war sie da. „Lass uns mal einen Gig spielen“. Proben konnten wir bei Daniels Band in Mannheim, einen Ort hatten wir mit Murphy’s Law auch gefunden.

Wir schafften es gerade mal zweimal zu proben, aber entweder waren wir noch nicht zu sehr raus oder hatten genug andere Übung, irgendwie lief es noch ziemlich gut.

Ich erinnere mich noch dran, wie beeindruckt unser persönlicher Fotograf davon war, dass ich es schaffte während des Soundchecks den riesigen Hamburger zu essen. Bevor er kalt wird …

Der Gig auf der winzigen Bühne war ein voller Erfolg, der Laden war richtig voll und die Stimmung kochte.

Trotzdem waren wir uns im Anschluss irgendwie einig, dass das Ganze eine einmalige Sache sei. Ein Vorsatz an den wir uns nicht gehalten haben.

2003-2006 Break Even mit Saskia (3/5)

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Nachdem Saskia in die Band eingestiegen war, stand zuerst ein Gig im Golfclub Heddesheim an, bei der wir mangels Vorbereitungs-Zeit noch einmal auf Melanie zurückgriffen und zum ersten und einzigen Mal mit zwei Sängerinnen auftraten.

Studio

Anschließend hieß das Projekt Studio um unsere EP „Unbreakable“ aufzunehmen. Anstrengende Erfahrung, aber wir lernten uns alle gut kennen. Auch die Fotosession wird mir in Erinnerung bleiben.
Dass wir uns auf einem zugigen Dach den allerwertesten abfroren, nur um dann zu erkennen, dass man auf dem Bild nichts von dem Dach etc. erkennen konnte, hatte was. Und das komische Rüsschenhemd dass ich mir extra dafür angeschafft habe, hatte ich erst neulich wieder auf einer Retro-Party an.
Die CD Release-Party im Jugendhaus in Heddesheim war ein voller Erfolg, wenngleich damals schon unser Hang zu überlangen Programmen (3h+) zu erkennen war.

Break Even 2003 Heddesheim

Insgesamt spielten wir einfach sehr, sehr viel, teilweise zwei Konzerte an einem Wochenende.

Es gab leider auch Konzerte die leider nur als Reinfall zu bezeichnen waren. Mit zwei vollgepackten Autos nach Schweinfurt fahren, wo die befreundete Band (mit dem Typen der angeblich „Looking for freedom“ geschrieben hat) eine riesige Halle gemietet hattet um dann vor 20 Leuten zu spielen gehört dazu. Spaß hat es trotzdem immer wieder gemacht.

Performance Coaching

An einem dieser Wochenenden bei dem wir Samstag irgendwo in der Pampa spielten und Sonntag gleich noch einen Auftritt in Heddesheim dranhingen, sah uns Marcus Cohne und hatte die Idee uns ein Performing-Coaching zu verpassen. Damit begründete dieser eine langjährige Zusatz-Karriere als Bandcoach. Auch wenn ich nicht alles toll fand was wir an dem Wochenende in einer Turnhalle fabrizierten muss ich doch sagen, dass unsere Bühnen-Performance sich dabei immens verbessert hat.
Und der Abschluss-Gig vor den Kindern eines Kinderheimes, die teilweise schon im Schlafanzug waren, war auch sehr besonders.

Das beste Konzert aller Zeiten

Zumindest für mich. Anders kann ich den Gig im vollen Capitol nicht beziffern. Auch wenn uns die undankbare Aufgabe des Openers zukam kochte der Laden. Und als am Ende bei Nobody gefühlt der ganze Saal mitsang gab es eine Sekunde in der einfach alles passte. Nie vorher und nie wieder danach habe ich es so geliebt auf der Bühne zu stehen. Auch schön mein aufgemaltes Tatoo mit dem ich die Tradition der Cranestoners fortführte

Plattenvertrag

Und dann gab es diesen Wettbewerb, bei dem seinen Song auf einer kostenlosen CD veröffentlicht werden konnte, die es dann bei der Drogerie Müller zu erhalten gab. Wie auch immer „wie“, wir haben es geschafft und konnten uns in einer Reihe mit Jeanette Biedermann wiederfinden.

Das bescherte uns noch zwei weitere Highlights: eine Seite im Soundcheck-Magazin über unsere CD-Produktion und einen echten Plattenvertrag. In Ermangelung weiteren Song-Materials wurde dafür unser Song „Nobody“ ausgesucht, nicht ohne ihn (auf unsere Kosten) in einer zweiwöchtgen Prozedur nochmal neu mischen zu lassen.

Fernsehen

Wir waren zweimal im Fernsehen, einmal in Rhein-Neckar-TV, lustig aber nicht der Rede wert und einmal bei 9-Live. (Für die, die den damals profitabelsten Sender Deutschlands nicht kennen: das war so eine Dauer-Quiz-Sendung mit 0137er Nummern wo nur jeder 1000st durchkam. Moderiert wurde das ganze von Alida Kurras, bekannt aus dem Big-Brother-Container, der ich vor laufender Kamera und Millionenpublikum immerhin einen Kuss auf die Wange geben sollte. (Ich war relativ entspannt, könnte daran liegen, dass die Limoflasche auf der Hinfahrt zum Teil mit Wodka gefüllt war)

Das Ende

Was wirklich das Problem war, daran erinnere ich mich nicht mehr wirklich. Tatsache war, dass Daniel und ich irgendwann gemeinsam beschlossen, dass es Zeit wäre einen Schlussstrich zu ziehen. Und anschließend entschieden wir uns alle fünf gemeinsam wenn wir schon aufhören würden, dies auch mit einem richtigen Abschiedskonzert zu machen. Dieses fand im Schwimmbadclub statt und als besonderes Highlight tauschten wir am Ende die Instrumente. Das einzige Mal in den ganzen Jahren dass ich bei Break Even am Schlagzeug saß.

Und das war’s dann … oder etwa nicht?

Rockin‘ 1000

Irgendwo bin ich im April ’19 über dieses Projekt gestolpert. Musiker gesucht. Hatte keine Ahnung was das ganze genau bedeutet – eine Band mit 1000 Musikern? – aber es hat mich interessiert und nach kurzer Überlegung beschlossen mich zu bewerben. Dafür brauchte man ein Video auf dem man sein Instrument spielt. Ich habe kein richtig sinnvolles gefunden und wollte eigentlich extra eins dafür drehen, aber ich konnte mich nicht aufraffen, also habe ich gedacht, ich schicke jetzt einfach dieses kurze Video, dass ich ein paar Tage vorher bei einer Bandprobe gemacht hatte, ein, entweder nehmen sie mich damit oder halt nicht.

Mein „Bewerbungsvideo“ für Rockin’1000

Kurze Zeit später schrieb mir Ralf von Cubiq, dass er auch mitspielen würde und schon nach wenigen Stunden die Zusage erhalten hatte, da fragte ich mich ob ich nicht vielleicht ein wenig zu wenig Aufwand getrieben hätte. Hatte ich nicht – am nächsten Tag bekam ich auch die Zusage.

Dann erstmal Muffensauen: 18 Songs originalgetreu und auswändig lernen? 12 Stunden lange Proben? Meinen Urlaub musste ich auch noch vorzeitig abbrechen. Aber wie oft würde ich wohl noch die Chance haben in der Comerzbank-Arena zu spielen? Also blieb ich dabei und übte das was das Zeug hielt, in der Woche vor dem Konzert in der ich im Urlaub war hatte ich Bass und Amp dabei und spielte jeden Tag zwei Stunden die Stücke. Aber auswendig konnte ich sie immer noch nicht. Naja, notfalls musste es halt doch mit Noten gehen.

Der nächste Schock: die Uhrzeit, die Ankunft für die Bassisten war auf Freitag morgens um 7:00 terminert. Nicht gerade meine Uhrzeit.

Als ich mich dann an besagtem Tag an der Commerzbank-Arena einfand wurde mir schnell klar dass eine Stunde später es auch getan hat. Die Organisation war in italienischer Hand und mit deutscher Pünktlichkeit konnte man hier nichts holen.

Unerlässlich wäre aber ein Rollwagen gewesen um den Transport von mehreren 100 Metern mit Bass, Amp und Zubehör zu tätigen, zum Glück fand ich jemanden der mir tragen half. Für die nächsten Tage lieh ich mir dann gleich mal ’ne Sackkarre aus.

Am ersten Tag war die Arena selbst noch besetzt daher fanden die ersten Proben auf einer Wiese in der Nähe statt. Ich fand man erstmal irgendwo seinen Platz, zwei Plätze weiter die jüngste Kollegin: eine 8-jähriges Bassistin(!)

Natürlich hatte ich tendenziell zu viel geübt, die Hälfte der Leute war schlechter vorbereitet, dazu gab es natürlich die Leute die sich einfach aus purer Spielfreude nicht an die Noten hielt.

Der immer und immer wieder vorgetragene Slogan „Guys, don’t play between the songs“ wurde zum Running Gag, dass er aber selbst danach drei Tagen immer noch nötig war ließ mich auch an der Intelligenz mancher Teilnehmer zweifeln.

Wie auch immer, nach der Probe fuhr ich schnell noch ’nen halben Tag arbeiten und Abends wieder hin, wo wir dann die nächste Probe (nach mehr Wartezeit) zusammen mit Gitarren und Schlagzeugen hatten. Allerdings konnte man diese nicht hören, bzw. es war auch ganz gut so, weil die Schlagzeuger die 50 Meter entfernt von uns standen mit solcher Verzögerung bei uns ankamen, dass die Beats sich im besten Fall synkopisch zwischen den Clicks des Guide-Tracks bewegten. Generell hielt man sich genau an diese, die allen Leuten per ausgeliehener Funk-Kopfhörer aus Ohr gestellt wurde.

Dies fand ich recht professionell, aber die Organisation alle Musiker mit diesen Kopfhörern zu versorgen hätte besser sein können. Nach der Probe musste ich noch über eine Stunde warten um dann endlich den Kopfhörer zurück gegen meinen Perso zu tauschen.

Am zweiten Tag mussten wir erst um 13:00 da sein, allerdings hätte auch 17:00 gereicht. Denn erstmal hieß es wir dürften erst um 15:00 unseren Kram rüberollen. Daran habe ich mich aber nicht gehalten und konnte mir so einen Platz relativ weit vorne sichern. Interessanterweise wurden die Bässe ganz in der Mitte aufgebaut, das gefiel mir sowieso ziemlich gut.

Außer für den Umzug von 10 Minuten war dann bis 17:00 erstmal wieder Pause. Aber mittlerweile hatte ich mich entspannt und es wurde ein ziemlich netter Nachmittag im Kreise von alten und neuen Musiker-Kollegen.

Und das sind nur die Bassisten!

Zwischendurch ließ ich es mir natürlich nicht nehmen ein paar Selfies zu machen, Italienisch-sprechen-können hilft ungemein!

Als es dann endlich losging wurde erstmal die Kopfhörer-Ausgabe gemacht, die dann die Probe nochmal über eine Stunde verzögerte. Nachdem wir einige Stücke geprobt hatten, gab es eine Abendessen-Pause, bei der sich rausstellte, das blöderweise alle Imbiss-Buden vor der Tür schon geschlossen waren. Das gab einen Aufschrei. Ich bin ja nun auch kein Freund von leeren Mägen …

Nun ja, die Generalprobe wurde daher in den Morgen verlegt und dafür gab es auch Mittagessen soviel Mittagessen wie wir wollten umsonst.

Dann wieder mehrere Stunden Wartezeit, aber die haben wir uns ganz gut mit ein paar Bier verkürzt, insgesamt wurde einfach, sehr, sehr viel gewartet.

Die Arena füllt sich

Dann ging es endlich los. Die Bässe durften als erste rein. Es war voll aber nicht gerade ausverkauft. Es dauerte eine Weile bis wir endlich anfangen konnten zu spielen, aber dann war es Emozion pur. Ein tolles Gemeinschaftsgefühl mit den ganzen Bässen in einer Reihe zu stehen.

Ich hatte mir noch extra ein 8m-Kabel geliehen, damit ich bis in die erste Reihe vor konnte. Und das hat sich gelohnt, im offiziellen Video bin ich mehrfach gut zu sehen.

Das ganze war dann noch ein offiziell vom Guiness-Komitee aufgenommener Weltrekord, mit 1002 Teilnehmer die größte Band der Welt

Ralf und ich haben uns schon drauf verständigt, dass wir beim nächsten Mal wieder dabei sind, gerne auch (falls machbar) im Ausland.