1989 Pat C.B.

Als es in meiner Schulklasse bekannt wurde, dass ich ein Schlagzeug besaß ging des öfteren eine Gruppe in einer Freistunde die 400m zu mir nach Hause um ein bißchen zu jammen. Am Schlagzeug wurde ich dabei von Bülent verdrängt, dass dieser nur einen einzigen Groove spielen konnte fiel außer mir keinem auf. Aber ich hatte ja noch das Keyboard und war damit der einzige andere Musiker. Gelegentlich wurde noch ein bißchen auf Bongos rumgetrommelt oder „gesungen“. Hans, unser Sänger, hieß so ähnlich mit Nachnamen wie „Pixel“ daraus wurde dann der offizielle Name „Pixel and the Cool Boys“, was später dann zum coolen Akronym Pat C.B. abgekürzt wurde.

Es gibt auch ein Video aus der Zeit, dies ist aber im Moment noch indiziert.

Auf einem Klassenfest bei uns im Garten planten wir einen Aufritt, dafür holte ich sogar noch kurz Tobi in die Band, der ohne irgendwelche Töne zu kennen versuchte mitzuspielen. Aus irgend einem Grund klatsche aber nach den Songs keiner, noch nicht mal aus Höflichkeit, daraufhin wurde die Band im Anschluss stillschweigend aufgelöst.

2012-2015 Break Even Utd. (5/5)

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Und plötzlich war die Idee wieder da. Lass uns doch nochmal einen drauf setzen. Und dieses Mal so richtig, bei Rock@Church beim Ladenburger Altstadtfest.

Zunächst war nicht richtig klar, ist dass ein Revival oder eine Re-Union? Jedenfalls wollten wir nach dem Gig 2013 nicht mehr aufhören.

Nachdem wir den Proberaum von Daniels Band nicht mehr nutzen konnten, stellten wir mittels Jamhub auf Kopfhörer-Proben um und probten danach mit E-Set bei Christoph im Keller. Dadurch war es auch recht einfach mal einen neuen Song als Demo aufzunehmen. Der einzige neue eigene in dieser Schaffensperiode:

One In A Million (It never happened)

Da Daniel mittlerweile in Offenburg wohnte wurden die Proben rarer, wir pendelten uns eher auf einen Monats-Rhythmus ein, teilweise sogar statt Daniel nur mit Schlagzeug-Playback. Trotzdem konnten wir mehrere Konzerte (u.a. erneut bei Rock@Church) erfolgreich absolvieren.

Dann entschied sich Saskia für ein Jahr auf Weltreise zu gehen. Das hieß zwei Sachen: Abschiedskonzert und wie geht’s weiter?

Ein paar Überlegungen ohne sie weiterzumachen verliefen im Sande, aber beim Abschiedskonzert ließen wir es nochmal krachen. (Übrigens das einzige Konzert mit dieser Band bei dem meine Eltern anwesend waren)

Überlegungen mal wieder zu spielen gibt es immer mal wieder, aber meisstens bleibt es dabei. Doch dass das jetzt wirklich zu Ende ist, kann und will ich nicht versprechen. Wir werden sehen …

2008 Break Even Revival (4/5)

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Wer die Idee hatte weiß ich nicht mehr. Aber plötzlich war sie da. „Lass uns mal einen Gig spielen“. Proben konnten wir bei Daniels Band in Mannheim, einen Ort hatten wir mit Murphy’s Law auch gefunden.

Wir schafften es gerade mal zweimal zu proben, aber entweder waren wir noch nicht zu sehr raus oder hatten genug andere Übung, irgendwie lief es noch ziemlich gut.

Ich erinnere mich noch dran, wie beeindruckt unser persönlicher Fotograf davon war, dass ich es schaffte während des Soundchecks den riesigen Hamburger zu essen. Bevor er kalt wird …

Der Gig auf der winzigen Bühne war ein voller Erfolg, der Laden war richtig voll und die Stimmung kochte.

Trotzdem waren wir uns im Anschluss irgendwie einig, dass das Ganze eine einmalige Sache sei. Ein Vorsatz an den wir uns nicht gehalten haben.

2003-2006 Break Even mit Saskia (3/5)

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Nachdem Saskia in die Band eingestiegen war, stand zuerst ein Gig im Golfclub Heddesheim an, bei der wir mangels Vorbereitungs-Zeit noch einmal auf Melanie zurückgriffen und zum ersten und einzigen Mal mit zwei Sängerinnen auftraten.

Studio

Anschließend hieß das Projekt Studio um unsere EP „Unbreakable“ aufzunehmen. Anstrengende Erfahrung, aber wir lernten uns alle gut kennen. Auch die Fotosession wird mir in Erinnerung bleiben.
Dass wir uns auf einem zugigen Dach den allerwertesten abfroren, nur um dann zu erkennen, dass man auf dem Bild nichts von dem Dach etc. erkennen konnte, hatte was. Und das komische Rüsschenhemd dass ich mir extra dafür angeschafft habe, hatte ich erst neulich wieder auf einer Retro-Party an.
Die CD Release-Party im Jugendhaus in Heddesheim war ein voller Erfolg, wenngleich damals schon unser Hang zu überlangen Programmen (3h+) zu erkennen war.

Break Even 2003 Heddesheim

Insgesamt spielten wir einfach sehr, sehr viel, teilweise zwei Konzerte an einem Wochenende.

Es gab leider auch Konzerte die leider nur als Reinfall zu bezeichnen waren. Mit zwei vollgepackten Autos nach Schweinfurt fahren, wo die befreundete Band (mit dem Typen der angeblich „Looking for freedom“ geschrieben hat) eine riesige Halle gemietet hattet um dann vor 20 Leuten zu spielen gehört dazu. Spaß hat es trotzdem immer wieder gemacht.

Performance Coaching

An einem dieser Wochenenden bei dem wir Samstag irgendwo in der Pampa spielten und Sonntag gleich noch einen Auftritt in Heddesheim dranhingen, sah uns Marcus Cohne und hatte die Idee uns ein Performing-Coaching zu verpassen. Damit begründete dieser eine langjährige Zusatz-Karriere als Bandcoach. Auch wenn ich nicht alles toll fand was wir an dem Wochenende in einer Turnhalle fabrizierten muss ich doch sagen, dass unsere Bühnen-Performance sich dabei immens verbessert hat.
Und der Abschluss-Gig vor den Kindern eines Kinderheimes, die teilweise schon im Schlafanzug waren, war auch sehr besonders.

Das beste Konzert aller Zeiten

Zumindest für mich. Anders kann ich den Gig im vollen Capitol nicht beziffern. Auch wenn uns die undankbare Aufgabe des Openers zukam kochte der Laden. Und als am Ende bei Nobody gefühlt der ganze Saal mitsang gab es eine Sekunde in der einfach alles passte. Nie vorher und nie wieder danach habe ich es so geliebt auf der Bühne zu stehen. Auch schön mein aufgemaltes Tatoo mit dem ich die Tradition der Cranestoners fortführte

Plattenvertrag

Und dann gab es diesen Wettbewerb, bei dem seinen Song auf einer kostenlosen CD veröffentlicht werden konnte, die es dann bei der Drogerie Müller zu erhalten gab. Wie auch immer „wie“, wir haben es geschafft und konnten uns in einer Reihe mit Jeanette Biedermann wiederfinden.

Das bescherte uns noch zwei weitere Highlights: eine Seite im Soundcheck-Magazin über unsere CD-Produktion und einen echten Plattenvertrag. In Ermangelung weiteren Song-Materials wurde dafür unser Song „Nobody“ ausgesucht, nicht ohne ihn (auf unsere Kosten) in einer zweiwöchtgen Prozedur nochmal neu mischen zu lassen.

Fernsehen

Wir waren zweimal im Fernsehen, einmal in Rhein-Neckar-TV, lustig aber nicht der Rede wert und einmal bei 9-Live. (Für die, die den damals profitabelsten Sender Deutschlands nicht kennen: das war so eine Dauer-Quiz-Sendung mit 0137er Nummern wo nur jeder 1000st durchkam. Moderiert wurde das ganze von Alida Kurras, bekannt aus dem Big-Brother-Container, der ich vor laufender Kamera und Millionenpublikum immerhin einen Kuss auf die Wange geben sollte. (Ich war relativ entspannt, könnte daran liegen, dass die Limoflasche auf der Hinfahrt zum Teil mit Wodka gefüllt war)

Das Ende

Was wirklich das Problem war, daran erinnere ich mich nicht mehr wirklich. Tatsache war, dass Daniel und ich irgendwann gemeinsam beschlossen, dass es Zeit wäre einen Schlussstrich zu ziehen. Und anschließend entschieden wir uns alle fünf gemeinsam wenn wir schon aufhören würden, dies auch mit einem richtigen Abschiedskonzert zu machen. Dieses fand im Schwimmbadclub statt und als besonderes Highlight tauschten wir am Ende die Instrumente. Das einzige Mal in den ganzen Jahren dass ich bei Break Even am Schlagzeug saß.

Und das war’s dann … oder etwa nicht?

2003 Break Even – Kontaktaufnahme (1/5)

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Obwohl oder gerade weil Break Even meine Superlativ-Band war habe ich bislang nicht geschafft darüber etwas zu Papier zu bringen. Da aber jetzt das Thema doch mehr oder weniger beendet ist, muss ich einfach mal anfangen.

Da es viel zu erzählen gibt, werde ich das aufteilen, bis jetzt sind mir fünf Abschnitte eingefallen.

Nach dem Ende von Cubiq in 2002 war ich wild entschlossen eine neue Band zu finden und gab mehrere Anzeigen bei Quoka auf in denen ich auf meine Ambitionen hinwies und weder Eigenes noch Cover ausschloss.

An viel Resonanz kann ich mich nicht mehr erinnern außer einer unsäglichen Heavy-CD mit rosa Einhörnern auf dem Cover einem schrägen Fantasy-Cover die mir ein Interessent zuschickte. (Damals konnte man noch nicht so ohne weiteres MP3 per Internet zukommen lassen, von Youtube, Soundcloud u.a. war noch nicht die Rede).

Irgendwann rief mich aber ein gewisser Christoph Bauer an und stellte mir seine Band Break Even vor bei denen unklar war ob ihr aktueller Bassist sie nicht bald wegen seines Studium verlassen müsste. Nach dem Telefonat und ausführlicher Betrachtung der Webseite weiß ich noch dass ich hier das Gefühl hatte „Das könnte es sein!“. Mich schreckte noch nicht mal ab, dass der Bassist evtl. umziehen würde um Bass zu studieren(!)

Wenig später spielten Break Even beim Emergenza-Festival im Heidelberger Schwimmbadclub und ich nutzte die Chance mir meine mögliche spätere Band erstmal live anzuschauen. Kurz gesagt sie überzeugte mich und wenig später bekam ich dann auch erneut einen Anruf dass die Bass-Stelle wirklich frei werden würde.

Also schaute ich mir ein paar von den Cover-Songs an und fuhr dann mit meiner furchtbaren alten Bass-Anlage nach Heddesheim. Leider war zur ersten Probe der Schlagzeuger Daniel aus irgendwelchen Gründen verhindert (ich erinnere mich dunkel an einen Fahrradunfall(?)), so dass wir erstmal ohne Schlagzeug proben musste, was natürlich nicht so richtig gute Voraussetzungen waren.

Ich hatte noch wenige Tage später eine andere Audition bei einer anderen Cover-Band aber ich ließ die Bass-Anlage in Heddesheim für die zweite Audition stehen. Sollte die andere Band nichts haben, dann würde ich halt nicht hingehen, denn in dem Moment wollte ich einfach nur unbedingt zu Break Even.

Wenige Tage später gab es dann die zweite Audition. Ich hatte noch einige eigene Songs von ihren ersten beiden CDs vorbereitet und ich war zufrieden. Dass ich vom Niveau aber nicht an den zukünftigen Bass-Studenten ran kam war ja im Vorfeld schon klar. Trotzdem entschied sich die Gruppe nach der zweiten Probe es mit mir zu versuchen.

Das Glück dieser Entscheidung kann ich eigentlich bis heute nicht nachvollziehen. Es gab wohl nicht wirklich irgendwelche Alternativen. Ich habe Jahre später mal versucht das zu thematisieren, aber so richtig konnte sich keiner mehr an die Entscheidungsfindung erinnern. Und im Nachhinein denke ich dass es auch nicht die falsche Entscheidung für die Band war. Was mir am Bass fehlte machte ich durch Engagement wieder weg.

Als erstes sollte ich ein Foto für die Homepage machen. Wir machten ca. 30 von denen mir kein einziges gefiel, damals gab es noch keine Selfie-Beauty-Filter. Deshalb färbte ich es wenigstens schwarz-weiß ein.