Alben die einen Einfluß auf mein Leben hatten 2/10

The Beatles – Help!

Wenn man mich nach meinem Lieblingsalbum der Beatles fragt, schwanke ich regelmäßig zwischen dem weißen Album und Sgt. Peppers, nichts desto trotz habe ich beide erst viel später entdeckt.

The Beatles - Help! (1965, Vinyl) | Discogs

Meine Mutter hatte dieses Album auf Schallplatte, vermutlich noch Original aus den 60ern, entsprechend mitgenommen waren Hülle und Vinyl. Diese durfte ich als ich Mitte der Achtziger einen eigenen Schallplattenspieler bekam, dort auflegen. Es war das erste Mal dass ich bewusst die Beatles gehört habe, ich erinnere mich, dass ich in kindlicher Unwissenheit dachte, das prägnante Gitarren-Thema von „Dizzy Miss Lizzy“ sei von einem Saxofon gespielt.

Da die Fab Four für mich nach wie vor eine *der* Bands sind wurde somit mit diesem Album eine lebenslange Liebe zu ihrer Musik begründet. Grund genug dieses Album in meine Liste aufzunehmen.

Alben die einen Einfluß auf mein Leben hatten 1/10

Bei Facebook bin ich nominiert worden an zehn aufeinanderfolgenden Tagen jeweils ein CD-Cover zu posten, dass einen Einfluß auf mein Leben hat oder hatte – ohne etwas dazu zu schreiben. Normalerweise folge ich solchen Aufrufen nicht und schon gar nicht „nomiere“ ich andere Leute, aber die Aufgabe hat mir Spaß gemacht. Das Problem war nur, dass ich doch so gerne so viel dazu gesagt hätte, daher hole ich es hier nach.

1/10: No Doubt: Tragic Kingdom

Diese CD habe ich (auf Kassette) sehr viel gehört in einer Zeit als sich meine berufliche Zukunft herauskristalisiert hat. Nach meinem Zivildienst habe ich eine Zeit lang noch in dem Altenheim gearbeitet und dann mal einen Sommer lang Zeitarbeit der übelsten Sorte (u.a. am Fließband zum Verpacken von Rasierartikeln)

Irgendwann habe ich dann angefangen drüber nachzudenken doch was zu machen was etwas mit programmieren zu tun hat und habe mich auf eine Stelle einer jungen Agentur in Frankfurt beworben. Auf der Fahrt dorthin und zurück habe ich (mit meinem gelben Sony-Walkman) die ganze Zeit dieses Album gehört und noch heute muss ich wenn ich die CD höre an dieses Vorstellungsgespräch denken. Aus dem Job wurde nichts, aber es war der Anfang einer kleinen Menge von verschiedenen Aushilfsjob als Programmier der irgendwann zu meinem Hauptberuf wurde.

Daher steht dieses Album für diesen Wandel für mich, auch wenn es mich natürlich nicht wirklich „beeinflusst“ hat.

Und es ist immer noch eins meiner Lieblings-Alben und definitiv das Beste was „No Doubt“ je rausgebracht hat. Mein Lieblingslied ist übrigens der allerletzte und titelgebene Track „Tragic Kingdom“.

Tragic Kingdom - No Doubt: Amazon.de: Musik

1986 Unknown

1986 war ich elf Jahre alt und neben der Bravo las ich regelmässig ich das Schülermagazin Treff. In diesem waren gelegentlich Berichte über Schülerbands drin, die mit richtigen Instrumenten auf richtigen Bühnen richtige Songs spielten. Das wollte ich auch.
Leider hatte ich keine richtigen Instrumente und richtige Songs mussten noch geschrieben werden damit die richtigen Bühnen angegangen werden konnten.
Also gingen wir es an.
Mit der äußerst gewagten Besetzung von einem Paar Bongos und einem Glockenspiel setzte ich mich mit Christos vor den Kasettenrecorder und wir nahmen Songs auf, bis sich die Balken bogen oder sich die Eltern über die Lautstärke beschwerten.
Neben einem Song für den ich tatsächlich (auf Englisch!) einen Text schrieb und bei dem es eine richtige Melodie gab, gab es zusätzliche eine grosse Ansammlung von Gekloppe, Geschrei, Gesang in Fantasie-Englisch usw.
Auch einen Bandnamen hatten wir, aus „Name unbekannt“ wurde später „Unknown“
1988 bekam ich dann zur Konfirmation meinen ersten Synthie geschenkt, mit dem versuchten wir an die alten Erfolge anzuknüpfen, aber es war einfach nicht mehr das selbe.

Ich habe lange mit mir gehadert ob ich diese Meisterwerke der modernen Popmusik der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen soll, aber hier sind sie:

The Guitar plays for me

Und dann dieses Meisterwerk, das zusätzlich zum eigentlich Song noch eine Art Vorgeschichte hat, so ähnlich wie im Video zu Thriller. So ähnlich …

Friday, the 13th

Veröffentlicht unter 1986

1989 Pat C.B.

Als es in meiner Schulklasse bekannt wurde, dass ich ein Schlagzeug besaß ging des öfteren eine Gruppe in einer Freistunde die 400m zu mir nach Hause um ein bißchen zu jammen. Am Schlagzeug wurde ich dabei von Bülent verdrängt, dass dieser nur einen einzigen Groove spielen konnte fiel außer mir keinem auf. Aber ich hatte ja noch das Keyboard und war damit der einzige andere Musiker. Gelegentlich wurde noch ein bißchen auf Bongos rumgetrommelt oder „gesungen“. Hans, unser Sänger, hieß so ähnlich mit Nachnamen wie „Pixel“ daraus wurde dann der offizielle Name „Pixel and the Cool Boys“, was später dann zum coolen Akronym Pat C.B. abgekürzt wurde.

Es gibt auch ein Video aus der Zeit, dies ist aber im Moment noch indiziert.

Auf einem Klassenfest bei uns im Garten planten wir einen Aufritt, dafür holte ich sogar noch kurz Tobi in die Band, der ohne irgendwelche Töne zu kennen versuchte mitzuspielen. Aus irgend einem Grund klatsche aber nach den Songs keiner, noch nicht mal aus Höflichkeit, daraufhin wurde die Band im Anschluss stillschweigend aufgelöst.