2003 Break Even mit Eva (2/5)

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Den ersten Gig mit Break Even spielten wir noch mit zwei Bassisten, da ich noch nicht alles drauf hatte, durfte ich mal – quasi als Vorstellung – für fünf Stücke ran, den Rest der Zeit spielt noch mein Vorgänger, der mit netterweise auch seine ganzen Sheets übergab, so dass ich mich relativ schnell in die vielen Songs reinfinden konnte.

Es folgten einige weitere Auftritte, einem bei dem mir mitten drin der Bass-Gurt riss und ich den Rest sitzend auf einem Barhocker spielen musste. Dem treuen Stamm-Publikum von BR wurde ich bei der zweiten Runde von Emergenza (bei der wir leider rausflogen) in Karlsruhe vorgestellt, ich erinnere mich hauptsächlich an die feucht-fröhliche After-Show-Party.

In Summe war die Auftrittsdichte immens, auch wenn es nicht immer so grandios war. Z.B. im riesigen Kammgarn in Kaiserslautern vor 10 Leuten zu spielen war nicht so riesig, aber gehörte halt dazu.

Highlight (aber irgendwie auch Tiefpunkt) war der Gig im Schneckenhof, bei dem wir uns morgens um 11 zum Aufbauen trafen, dann bis ca. 17:00 schweres Equipment schleppten, dann von 20 – 23 Uhr vor einer gigantischen Party-Crowd spielten und dann wieder bis 4:00 morgen abbauten. Ich war danach so fertig , dass ich die standesamtliche Hochzeit eines guten Freundes von mir am kommenden Morgen verpasste.

Von diesem Gig gab es auch eine Aufnahme auf Minidisc. Die hatte ich sogar irgendwann mal digitalisiert, also als MP3 gehabt, aber weder die Minidiscs noch die MP3s sind auffindbar. Ich habe immer noch die Hoffnung dass sie bei Daniel noch in irgendeiner Schublade schlummert und ich nerve ihn regelmäßig damit mal zu suchen. Schließlich ist es der einzige Beweis meiner Zusammenarbeit mit der Band und Eva-Jeanette.

Zwei Tage später spielten wir nochmal im Schneckenhof, dieses Mal aber komplett ge-rowdy-d, d.h. Amp hinstellen, Bass einstöpseln und losspielen. Das war der Tag des Doppel-Gigs mit Mental Reservation, allerdings auch der letzte Auftritt zusammen mit Eva.

Kurz vorher nach irgendeiner Probe hatte diese nämlich so ganz nebenbei den Satz fallen lassen, dass sie nie wieder mit Break Even ins Studio gehen wolle. Danach wurde erstmal eine halbe Stunde betroffen geschwiegen und mir wurde langsam klar, dass es hier in der Summe wohl einige zwischenmenschliche Probleme gab. Danach wurde beschlossen Eva nach den beiden Schneckenhof-Gigs zu feuern.
Meine Entscheidung war das nicht, dafür kannte ich sie (und auch den Rest der Band) viel zu wenig, aber ich fügte mich dem Willen der anderen Bandmitglieder.

Leider besitze ich aus der Zeit kaum Bilder, nur eines von dem allerersten Konzert und eins mit meinem Vorgänger am Bass – in Punkt Augen aufmachen, konnte er mir jedenfalls nichts vormachen 😉

Danach gab es ein Konzert mit einer Gastsängerin Melanie von Birne 74 bei dem ich selbst aber im Urlaub war und deshalb mein Vor-Vor-Gänger am Bass für mich einsprang.

Nach den Sommerferien ging die anstrengende Sängerinnen-Suche los. An Bewerberinnen mangelte es nicht, von verkappten Operettensängerinnen zu rumänischen Modells mit zugehörigen PimpAufpasser-Boyfriend war alles dabei.

Ich weiß nicht wie oft wir in diesen Tagen „Like the way I do“ gespielt haben – seitdem ist dieser Song auf jeden Fall für mich verdorben. Das schlimmste war eine Lady die sich auf dem Hinweg so verfahren hatte, dass sie drei Stunden für den Weg brauchte – wir aber (weil Sebastian sich das Lachen nicht mehr verkneifen konnte) sie nach 10 Minuten wieder rausschmissen.

Irgendwann erinnerten sich die Kollegen aber an ihre Schulbekanntschaft Saskia und dann wurde diese eingeladen und kurze Zeit später ziemlich einstimmig zur neuen Sängerin erklärt.

2003 Break Even – Kontaktaufnahme (1/5)

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Obwohl oder gerade weil Break Even meine Superlativ-Band war habe ich bislang nicht geschafft darüber etwas zu Papier zu bringen. Da aber jetzt das Thema doch mehr oder weniger beendet ist, muss ich einfach mal anfangen.

Da es viel zu erzählen gibt, werde ich das aufteilen, bis jetzt sind mir fünf Abschnitte eingefallen.

Nach dem Ende von Cubiq in 2002 war ich wild entschlossen eine neue Band zu finden und gab mehrere Anzeigen bei Quoka auf in denen ich auf meine Ambitionen hinwies und weder Eigenes noch Cover ausschloss.

An viel Resonanz kann ich mich nicht mehr erinnern außer einer unsäglichen Heavy-CD mit rosa Einhörnern auf dem Cover einem schrägen Fantasy-Cover die mir ein Interessent zuschickte. (Damals konnte man noch nicht so ohne weiteres MP3 per Internet zukommen lassen, von Youtube, Soundcloud u.a. war noch nicht die Rede).

Irgendwann rief mich aber ein gewisser Christoph Bauer an und stellte mir seine Band Break Even vor bei denen unklar war ob ihr aktueller Bassist sie nicht bald wegen seines Studium verlassen müsste. Nach dem Telefonat und ausführlicher Betrachtung der Webseite weiß ich noch dass ich hier das Gefühl hatte „Das könnte es sein!“. Mich schreckte noch nicht mal ab, dass der Bassist evtl. umziehen würde um Bass zu studieren(!)

Wenig später spielten Break Even beim Emergenza-Festival im Heidelberger Schwimmbadclub und ich nutzte die Chance mir meine mögliche spätere Band erstmal live anzuschauen. Kurz gesagt sie überzeugte mich und wenig später bekam ich dann auch erneut einen Anruf dass die Bass-Stelle wirklich frei werden würde.

Also schaute ich mir ein paar von den Cover-Songs an und fuhr dann mit meiner furchtbaren alten Bass-Anlage nach Heddesheim. Leider war zur ersten Probe der Schlagzeuger Daniel aus irgendwelchen Gründen verhindert (ich erinnere mich dunkel an einen Fahrradunfall(?)), so dass wir erstmal ohne Schlagzeug proben musste, was natürlich nicht so richtig gute Voraussetzungen waren.

Ich hatte noch wenige Tage später eine andere Audition bei einer anderen Cover-Band aber ich ließ die Bass-Anlage in Heddesheim für die zweite Audition stehen. Sollte die andere Band nichts haben, dann würde ich halt nicht hingehen, denn in dem Moment wollte ich einfach nur unbedingt zu Break Even.

Wenige Tage später gab es dann die zweite Audition. Ich hatte noch einige eigene Songs von ihren ersten beiden CDs vorbereitet und ich war zufrieden. Dass ich vom Niveau aber nicht an den zukünftigen Bass-Studenten ran kam war ja im Vorfeld schon klar. Trotzdem entschied sich die Gruppe nach der zweiten Probe es mit mir zu versuchen.

Das Glück dieser Entscheidung kann ich eigentlich bis heute nicht nachvollziehen. Es gab wohl nicht wirklich irgendwelche Alternativen. Ich habe Jahre später mal versucht das zu thematisieren, aber so richtig konnte sich keiner mehr an die Entscheidungsfindung erinnern. Und im Nachhinein denke ich dass es auch nicht die falsche Entscheidung für die Band war. Was mir am Bass fehlte machte ich durch Engagement wieder weg.

Als erstes sollte ich ein Foto für die Homepage machen. Wir machten ca. 30 von denen mir kein einziges gefiel, damals gab es noch keine Selfie-Beauty-Filter. Deshalb färbte ich es wenigstens schwarz-weiß ein.

Mental Reservation Part IV: die Zeit zu viert + Marsha (2002-2003)

Ende 2002 stieß Roland zu Mental Reservation dazu und wir machten zu viert weiter, als hätte es nie etwas anderes gegeben. Roland stellte auch endlich das Cover von „What Did You Expect“ fertig, in dem wir uns schon als vierköpfige Band präsentierten.

Zeitgleich hatte ich bei Break Even angefangen Bass zu spielen. Da es auch dort richtig los ging war ich zwischen den beiden Bands aber auch vor allem zwischen Bass und Schlagzeug hin- und hergerissen; besonders die Proben mit Mental machten mir nicht mehr so richtig viel Spaß.

Etwas Abwechslung kam rein als Anfang 2003 Marsha eine Zeitlang „Gast-Sängerin“ bei uns wurde. Die englisch-französisch-stämmige Austauschstudentin hatte einige Songs geschrieben, die wir als Begleitband mit ihr performen wollten. Mit ihr zusammen machten wir einige Doppel-Konzerte, ein Teil nur wir, ein Teil mit ihr.

Im Mai hatten wir in der Linie 9 in Griesheim ein Konzert mit MR , am gleichen Tag hatte ich allerdings am frühen Abend noch ein Konzert mit Break Even in Mannheim. Daher fuhr ich nachmittags mein Schlagzeug nach Griesheim, baute es dort auf und fuhr dann weiter nach Mannheim wo ich den Gig mit BE am frühen Abend spielte, dann sofort wieder zurückfuhr und eine halbe Stunde vor dem Mental-Gig eintraf, wo ich dann den zweiten Gig des Tages spielte. Ein Tag, an dem ich mich wie ein ausgebuchter Profi fühlte.

Mental Reservation feat. Marsha 2003 in der Linie 9

Ein weiteres Highlight war das Polterplatz-Open-Air, wobei das wohl eher als Spaß-Ausflug mit interessanter Heimfahrt in die Geschichte einging; an das das Konzert als solches habe ich wenig Erinnerungen.

Mental Reservation feat. Marsha beim Polterfest Open Air

Im Sommer nahmen wir mit Hilfe von Rolands Bruder Falco ein Demo mit Marsha auf, bei den Aufnahmen war ich aber außer die zwei Stunden die ich für das Schlagzeug brauchte, kaum beteiligt.

Marsha feat. Mental Reservation – Smile
Marsha feat. Mental Reservation – Cowboys and Indians

Im Oktober ging Marshas Zeit in Deutschland dem Ende entgegen und wir planten ein Abschiedskonzert mit ihr im Schlosskeller. Da ich die komplette Zeit im Studio mit Break Even war, fanden wir im Monat vorher noch nicht mal mehr Zeit für eine einzige Probe.

Dabei merkte ich aber auch, dass ich einfach nicht mehr trommeln wollte und daher beschloss ich, dass Marshas Abschiedskonzert auch mein letztes sein würde. Das Konzert war zwar musikalisch etwas holprig aber die Stimmung war super und dass der Promi im Publikum Gerd Knebel nach vier Songs schon wieder den Laden verließ haben wir irgendwie auch verschmerzt.

Nichtsdestotrotz blieb ich bei meinem Entschluss und verließ im Anschluss (durchaus mit einem weinenden Auge) die Gruppe.

2003: mein letztes Konzert mit MR im Schlosskeller

Nach mir stieg mein Vorgänger Ivan wieder ein, der aber einige Zeit später durch Peer ersetzt wurde. In dieser Besetzung ist die Band auch 15 Jahre später noch am Start und das mit durchaus Erfolg!

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2007-2008 Arbeitstitel „6 on the Beach“

Als erstes: außer mir nennt die Band keiner so. Ich fand den Namen aber super und hatte damals sogar die Domain 6otb.de reserviert. Wir waren sechs Leute und machten Party-Cover, der Name war einfach passend, das haben mir auch andere Leute bestätigt, ich konnte mich damit aber nicht durchsetzen. Übrigens auch kein anderes, so dass wir nie einen richtigen Namen hatten, und das obwohl wir immerhin einen ganzen Gig gespielt haben.

2007 hatte ich mal wieder eine Anzeige draußen, weil ich gerne zusätzlich zu Cubiq auch noch Cover spielen wollte. Es meldete sich Simon und wir trafen uns zu einer ersten Probe. Sängerin, zwei Gitarristen (von denen einer noch sang und Saxofon spielte), Keyboards, Schlagzeug und ich am Bass. Die Leute gefielen mir, die Musik auch, das Ganze schien eine gute Sache zu werden.

Trotz fehlendem Namen hatten wir einen tollen Gig auf einer privaten Geburtstagsfeier, bei der der Keyboarder (der im echten Leben Soundmensch war) so ziemlich alles ankarrte was man für einen Gig brauchte, so dass die Ausstattung deutlich besser war als bei so manch einem öffentlichen Gig.

Leider blieb es bei diesem einen und die vollmundigen Versprechungen aus Reihen der Musiker „Ein Gig ist kein Problem“ blieben bei Versprechungen.

Etwas später eröffnete uns leider die Sängerin Jenny, dass sie eigentlich kaum noch Zeit zu proben hätte. Der Plan das ganze dann zweigleisig aufzuziehen und den Gitarristen mehr singen zu lassen scheiterte aber auch kurze Zeit später an Terminprobleme – oder an der Motivation Termine möglich zu machen – so dass wir dann irgendwann es einfach sein ließen.

Das einzige Foto aus der Zeit zeigt immerhin 4 von den 6 auf meiner 33. Geburtstagsparty.

2016-2017: namenlose Rock-Cover-Band

Angefangen hat dieser Blog ja eigentlich weil ich vor ziemlich genau 10 Jahren eine Rock-Cover-Band gründen wollte. Ich hatte damals Simon als Gitaristen ins Boot geholt und wollte den letzten Proberaum von 6 On The Beach nutzen.

Interessanterweise hatte ich acht Jahre später eine Band mit genau diesem Inhalt, mit Simon und auch den Proberaum im gleichen Gebäude.

Ende 2015 hatte ich auf eine Anzeige geantwortet bei der ein Sänger und ein Schlagzeuger Musiker suchen, hatte Simon reaktiviert und zusammen haben wir mit Ralf und Jens eine Band gegründet.

Ein zweiter Gitarrist wurde ebenfalls gesucht mit teilweise bemerkenswerten Reaktionen:

Wir waren dann aber erfolgreich; für einige Zeit Robert, später kam Benni dazu.

Am Anfang war ich (ähnlich wie vor 10 Jahren) motiviert, wollte das ganze Programm fahren, Fotos, Homepage, Demo, etc., aber als wir uns nach 8 Wochen noch nicht mal auf einen Namen einigen konnten habe ich ein bißchen die Lust verloren. Dazu kam, dass wir immense Schwierigkeiten hatten Probetermine zu finden, so dass wir es teilweise nur einmal im Monat hinbekamen.

Als ich mich schon in mein Schicksal gefügt habe, dass das einfach eine nette Freizeitbeschäftigung alle zwei bis drei Wochen wäre und es niemals einen Namen und dann logischerweise auch keine Gigs geben würde, warf der Sänger das Handtuch und da ich mir eine Sängersuche dann wirklich nicht geben wollte, ich ebenfalls.

Die anderen drei versuchten noch Ersatz zu akquirieren, das funktionierte aber nicht, aber alle haben neue Projekte gefunden (einer spielt jetzt lustigerweise mit meinem Steueberater in einer Combo).

Aufnahmen gibt es keine hörbaren aus der Zeit, aber immerhin ein letztes Foto vom Proberaum, nachdem ich mein Equipment ausgeräumt hatte.